20. Stolpersteinverlegung in der Stadt Salzburg für Opfer der NS-Diktatur
Neun weitere Stolpersteine werden am 6. Oktober auf Initiative des Personenkomitees Stolpersteine Salzburg in der Landeshauptstadt verlegt. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Geistlicher, dessen Handeln bereits zu Beginn seiner Amtszeit ein Zeichen gegen das NS-Regime setzte.
Das Personenkomitee Stolpersteine erinnert mit der heurigen Verlegung unter anderen an den Pfarrer Franz Dürnberger. Unter dem nationalsozialistischen Regime war er Pfarrer in Gnigl. Seine Seelsorge lässt sich in prägnante Worte fassen: christlicher Widerstand und Zivilcourage. Gleich bei seinem Amtsantritt im Kriegsjahr 1941 hielt er Totenmessen für ermordete Menschen in Hartheim und 1943 für den hingerichteten Gnigler Freiheitskämpfer Anton Schubert. Dafür kam Pfarrer Dürnberger in das KZ Dachau. Er überlebte die Terrorherrschaft.
Details zu seiner Biografie finden Sie unter:
Franz Dürnberger – Stolpersteine Salzburg
Seit 2007 werden jährlich Erinnerungssteine für Opfer der NS-Diktatur in der Stadt Salzburg verlegt. Mit der heurigen Verlegung werden insgesamt 544 Stolpersteine auf öffentlichem Grund liegen.
Stolpersteine sind 10 x 10 cm große kubische Betonsteine mit individuellen Inschriften auf Messingplaketten, die niveaugleich auf öffentlichem Grund für Opfer des NS-Terrors angebracht werden.
Das Personenkomitee Stolpersteine Salzburg mit rund 400 Mitgliedern lädt zur Verlegung der neuen Erinnerungssteine ein:
Di, 6. Oktober 2026, 10:00 Uhr
Eichstraße 58
5020 Salzburg
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